Mittwoch, 08. April 2020

Osterkerze 2020

Bild: privat

Haßloch/Böhl-Iggelheim. Wir stellen Ihnen unsere Osterkerze vor

Liebe Gemeinde,

In dieser schwierigen Zeit, die uns als Christen im Feiern unseres Glaubens nach außen hin sehr einschränkt, möchte ich Sie ermutigen, doch den Blick auf das Osterfest auszurichten. Vielleicht können die live-Übertragungen von Gottesdiensten und die offenen Kirchen in unserer Pfarrei dabei helfen.  

In der Osternacht steht zu Beginn die Osterkerze mit der Lichtfeier im Vordergrund. Einige Messdiener und KJG’ler gestalten jedes Jahr die vier Osterkerzen für unsere Pfarrei.

Dieses Jahr war das Treffen für die Gestaltung der Osterkerzen, unter den einschränkenden Bedingungen, nicht möglich. Dennoch können wir uns über sehr ansprechende Osterkerzen freuen. Denn Johanna Haas und Laura Walter haben die Gestaltung übernommen.

Anhand der passenden Bibelstelle möchte ich Ihnen nun das Motiv vorstellen

Video: privat, Reindel, mit freundlicher Genehmigung

Im Evangelium nach Johannes heißt es:

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war.

Auf der linken Bildseite sind goldenen Strahlen aus dem offenen Grab zu erkennen. Sie sind ein Hinweis auf das Ostergeschehen. 

Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein.

Sie wandte sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war.

Auf diesem Motiv geht Jesus auf Maria von Magdala zu. Auch wenn es nicht ganz biblisch ist, so soll damit zum Ausdruck gebracht werden, dass sich Jesus den Menschen zuwendet. Denn Jesus ist immer bei uns. Das Alpha und Omega in den Zweigen ist ebenfalls ein Hinweis darauf. Da Jesus Christus selbst Anfang und Ende ist, können wir immer bei ihm Zuflucht finden und geborgen sein.

Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast! Dann will ich ihn holen.

Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister.

Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.

Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.

 

Liebe Gemeinde,

Maria von Magdala kann Tod, Begräbnis und Auferstehung Jesu persönlich bezeugen. In der Präfation (Eröffnung des Hochgebetes) „von der Apostelin der Aposteln“ heißt es: „Jesus erschien offenkundig im Garten Maria Magdalena, (…) er ehrte sie mit dem apostolischen Amt/Dienst vor den Aposteln, damit die gute Botschaft des neuen Lebens bis an die Enden der Erde gelange.“

Ja, Maria von Magdala wird am Ostermorgen zur Apostola apostolorum (Apostelin der Apostel), dieser Ehrentitel wurde ihr im Verlaufe der Kirchengeschichte verliehen.

Das offene Grab und der Auferstandene selbst nehmen auf dieser Osterkerze die erste Auferstehungszeugin in die Mitte.

Mit diesem sehr gelungenen Ostermotiv grüßen wir Sie ganz herzlich – auch im Namen des Pastoralteams.

Wir wünschen Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest.

 

Ihr Johannes Müller, Diakon