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Donnerstag, 01. April 2021

Osterkerze 2021

Bilder: privat

Haßloch/Böhl-Iggelheim. Die Osterkerzen unserer Gemeinden, gestaltet von den Messdienern

Was kann eine Kerze ihrer Gemeinde mit auf den Weg geben?!

Was erwartet uns im Kirchenjahr 2021? Wie geht es weiter? Kommt es endlich zur erhofften Rückkehr, zur Normalität?

Normalität. Wissen wir überhaupt noch was das ist? Müde, wütend und/oder ängstlich haben wir den wochenlangen gesetzlichen Lockdown ertragen, haben uns damit abgefunden aus Mangel an Perspektiven. Vielen erscheint ihre Situation schon hoffnungslos.

Wie also sollen wir da wieder herauskommen, so emotional? Wer gibt uns die Kraft, wenn viele schon kaum mehr die Kraft zu hoffen haben?

Die Osterkerze 2021 soll darauf eine Antwort geben:

Das Motiv setzt sich zusammen aus ausgewählten Elementen der Emmausgeschichte und des Pfingstgeschehens.
Zur Zeit werden wir bewegt von vielerlei Gefühlen, darunter Einsamkeit, Trauer, Wut und Angst.
Christus ist bei seiner Kreuzigung von geliebten Menschen allein gelassen. Die Bluttropfen, die seitlich um das Motiv angebracht sind, erinnern an sein Leiden, an die Angst, die Zweifel…
Die Jünger reden auf ihrem Weg über diese Geschehnisse. Es belastet sie, aber es spendet ihnen Trost darüber zu reden.
Christus gesellt sich zu Ihnen, als Fremder, als sei nichts geschehen. Er geht den Weg einfach mit und lauscht dem, was sie loswerden müssen.
Die Jünger erkennen ihn nicht, obwohl sie später bemerken, dass ihnen das Herz in der Brust brannte, als er mit Ihnen sprach; sie merken also, dass es etwas Besonderes ist. Auch wir merken wie wertvoll und heilend Gespräche mit Freunden oder gar Fremden sind.
In der Emmausgeschichte zeigen sich unsere Sehnsüchte nach Gemeinschaft, Nähe und guten Gesprächen, selbst wenn diese nur über Gott und die Welt gehen.

Was können wir für uns mitnehmen?

Christus kennt unser Leid. Er weiß, wie es sich anfühlt allein zu sein, wie es sich anfühlt von Existenznöten, Zweifeln oder gar Hoffnungslosigkeit betroffen zu sein.
Gerade deswegen hat er auch immer ein offenes Ohr für uns, für unsere Sorgen und Nöte.
Seien wir uns bewusst, dass Gott sich auch beim derzeitigen Weg zu uns gesellt und dass er darüber hinaus JEDEN Weg mit uns geht.
In diesen Zeiten sind viele Menschen alleine und nicht wenige gehen auch alleine aus dieser Welt.
An Ostern feiern wir das Versprechen, dass sie nie allein sind. Darüber hinaus sagt uns das Fest, auch wenn ein Abschied nicht möglich war, ist ein Wiedersehen doch gewiss.

Rückkehr zur Normalität?!Wie soll das nur gehen?

Das haben sich die Jünger in der Pfingstgeschichte wohl auch gedacht. Die Angst, die Perspektivlosigkeit, Depressionen haben sie zermürbt. Sie ziehen sich zurück, ja isolieren sich sogar freiwillig. Ähnlich wie viele derzeit, befinden sich die Jünger auf dem emotionalen Absturz.

Doch das bleibt nicht so, Gott sei Dank! Flammende Feuerzungen erscheinen und schenken Ihnen Mut und Kraft, die Türen wieder zu öffnen, hinaus zu gehen und das von Jesus Begonnene fortzuführen.

Was heißt das für uns?

Es ist schwer angesichts der ständigen Veränderungen kühlen Kopf zu bewahren. Eine Woche „Wolke 7“, die nächste dann „Apocalypse now“, so kommt es einem manchmal vor. Dennoch, in der Pfingstgeschichte sehen wir, solche Situationen sind nichts neues und noch wichtiger, sie gehen vorüber! Ähnlich wie die Jünger damals, fühlen wir uns vielleicht zu kraftlos oder zu ratlos, um neue Wege einzuschlagen oder diese Zeit der Pandemie einfach durchzustehen. Doch an Pfingsten zeigt sich: Das müssen wir auch nicht! Wir dürfen darauf vertrauen, dass der Heiligen Geistes auch uns immer Mut und Kraft schenkt, unseren Alltag mit seinen Herausforderungen zu meistern.

Die Osterkerze 2021 macht mit ihren Flammen des Pfingstfestes dabei den Anfang. Und wer weiß, vielleicht springt ja auch schon bald ein Funke auf Sie über?!

In diesem Sinne wünschen die Messdiener:innen der Pfarrei Heilige Klara von Assisi Ihnen ein schönes und gesegnetes Osterfest und für das restliche Jahr 2021, die Bereitschaft sich von Gottes Kraft beschenken zu lassen.

 

 

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