Krankensalbung

Wenn Sie die Krankensalbung für sich selbst oder einen Angehörigen wünschen, vereinbaren Sie bitte einen Termin über das Pfarrbüro.

Eine Krankheit betrifft immer den ganzen Menschen, berührt seinen Leib und seine Seele. Sie verursacht Ungewissheit und ruft allzu oft Ängste hervor. Krankheit, Schmerz und Leid mindern unsere Lust am Leben, durchkreuzen unsere Pläne und führen uns oft in Einsamkeit. Jeder Mensch benötigt in einer solchen Situation nicht nur ärztliche Hilfe und Pflege, sondern auch den seelischen Beistand und die Begleitung von Menschen und Stärkung im Glauben.

Die Bibel berichtet in vielen Stellen von der großen Liebe Jesu zu den Kranken. Jesus hat deutlich gemacht: Gott ist in allen Situationen bei uns, gerade auch in den leidvollen. ER lässt uns nicht allein! Das soll die Krankensalbung deutlich machen. Sie ist Zeichen für seine Nähe und Gegenwart in den schweren Stunden unseres Lebens.

 

Seelsorgliche Notnummer

In Notsituationen möchten wir Ihnen zur Seite stehen. Ob für den Beistand bei akuten Krisen oder für die Spendung der Krankensalbung – bitte zögern Sie nicht, uns anzurufen.

Ein kleiner Hinweis: Warten Sie bei der Krankensalbung nach Möglichkeit nicht bis zum allerletzten Moment, damit wir die Feier gemeinsam mit dem Kranken noch in Ruhe gestalten können.

Sie erreichen uns unter der Nummer 06326 / 98 95 911.

Sollten wir nicht sofort persönlich abnehmen können, hinterlassen Sie uns bitte eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter.

Wir melden uns so schnell wie möglich bei Ihnen.

Letzte Ölung

Ein Blick auf die Geschichte der Krankensalbung

Im Hochmittelalter wurde die Krankensalbung häufig als „Letzte Ölung“ bezeichnet, da sie meist nur einmal im Leben, kurz vor dem Tod, empfangen wurde. Die Anweisung, dass „wenigstens den Sterbenden“ die Krankensalbung gewährt werden solle, führte häufig zu dem Missverständnis, sie ausschließlich Sterbenden zu spenden. Das Zweite Vatikanische Konzil bemühte sich, die ursprüngliche biblische Bedeutung der Krankensalbung wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken. In den Evangelien zeigt Jesus großes Mitgefühl für Kranke und Ausgegrenzte, und der Jakobusbrief beschreibt die Krankensalbung als eine Handlung, die Heilung und Stärkung bringen soll: „Ist jemand unter euch krank? Der rufe die Ältesten der Gemeinde, sie sollen über ihn beten und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.” (Jak 5, 14-15). Diese biblische Grundlage verdeutlicht, dass die Krankensalbung nicht als „Letzte Ölung” im Sinne einer letzten Begleitung vor dem Tod verstanden werden sollte, sondern als ein Zeichen der Heilung und der Stärkung für alle Gläubigen in Zeiten schwerer Krankheit oder Bedrängnis, auch bei psychischen Belastungen oder vor Operationen.

Heute können Katholiken die Krankensalbung mehrmals im Leben empfangen, um Trost und Kraft zu erfahren. Dies unterscheidet sich vom „Versehgang“, bei dem ein Priester am Sterbebett die Beichte, die Krankensalbung und die Kommunion („Wegzehrung“) spendet, um den Sterbenden auf den Übergang ins ewige Leben vorzubereiten. Am jährlichen Welttag der Kranken am Mittwoch, 11. Februar, können Sie die Krankensalbung im Rahmen der Heiligen Messe, 16:00 Uhr, in Niederkirchen empfangen.

Fragen Sie gerne auch ihren kranken Nachbarn oder Nachbarin!